Parodontitis-Behandlung: fester Halt für Ihre Zähne

Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnbettes, verursacht durch Ablagerungen von Bakterien und deren giftige Stoffwechselprodukte. Sie ist für einen Großteil der Zahnverluste bei Erwachsenen verantwortlich und daher als Volkskrankheit zu bezeichnen. Darüber hinaus erhöht Parodontitis das Risiko ernster Erkrankungen (insbesondere des Herz-Kreislaufsystems) und in der Schwangerschaft das Risiko einer Frühgeburt sowie eines niedrigeren Geburtsgewichts.

Was ist eine Parodontitis (verbreitet auch „Parodontose“)?

Gesundes Zahnfleisch umschließt die Zähne fest und gleichmäßig. Gemeinsam mit den übrigen Strukturen des Zahnhalteapparates (Parodontium) sorgt es für den stabilen Halt der Zähne im Kieferknochen. Der chronische Entzündungsprozess einer Parodontitis zerstört diese Strukturen irreversibel. Die Zähne verlieren ihren Halt und fallen aus.

Ursache: schädliche Bakterien

Ausgelöst wird die Entzündung durch die giftigen Ausscheidungen bestimmter Bakterien im Biofilm. Dieser sammelt sich als Zahnbelag (bekannt als Plaque) auf den Zähnen, insbesondere am Zahnfleischrand und in den Zahnzwischenräumen an: Das Zahnfleisch entzündet sich.

Gingivitis: frühzeitig behandeln!

Die ersten sichtbaren Symptome von Zahnfleischentzündung (Gingivitis) sind gerötete und/oder geschwollene Zahnfleischränder, die bei leichter Reizung, z.B. beim Zähneputzen, bluten. Diese frühen Alarmsignale sollten Sie nicht ignorieren, sondern gleich einen Termin bei uns vereinbaren! Denn aus einer unbehandelten Zahnfleischentzündung (Gingivitis) entwickelt sich in der Regel eine Parodontitis.

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Gesundes Parodontium, Zahnfleischsaum intakt, keine Entzündung

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Beginnende Entzündung am Zahnfleischrand, erste Konkrementbildung

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Fortschreitende Entzündung, Zahnfleischtasche 2 mm, beginnender Knochenabbau

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Chronische Entzündung, ausgeprägte Zahnfleischtasche, fortschreitender Knochenabbau

Unbehandelt entstehen entzündete Zahnfleischtaschen

Da selbst durch gründliches Zähneputzen nur rund 70% der Zahnbeläge entfernt werden, muss der Biofilm regelmäßig im Rahmen der Prophylaxe durch eine professionelle Zahnreinigung (PZR) gründlich von uns entfernt werden. Ohne die regelmäßige PZR führen die giftigen bakteriellen Ausscheidungen zu einer Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis).

Dieses löst sich vom Zahnschmelz und im Laufe der Zeit dringen die Ablagerungen wie ein Keil zwischen Zähne und Zahnfleisch. So entstehen tiefe Zahnfleischtaschen, in denen der Entzündungsprozess rasch voranschreiten kann: Sie bieten den krank machenden, anaeroben Bakterien ein perfektes Milieu für ihre Vermehrung.

Die Entzündung zerstört den Zahnhalteapparat

Dort, wo die krankmachenden Keime für die Zahnbürste nicht erreichbar sind, vermehren sie sich besonders stark. Neue Ablagerungen an den Zahnhälsen entstehen, die entlang der Zahnhälse weiter in die Tiefe dringen – bis hin zum Kieferknochen! Dabei wird der Zahnhalteapparat nach und nach zerstört.

Stress, ungesunde Ernährungsgewohnheiten (vor allem regelmäßiger Zuckerkonsum), Rauchen, genetische Faktoren und eine schlechte häusliche Mundhygiene fördern den Krankheitsprozess. Ohne rechtzeitige Therapie lockern sich die Zähne und fallen irgendwann aus. Dann müssen sie durch Zahnersatz aufwändig ersetzt werden.

Unnötigen Behandlungsbedarf können und sollten wir gemeinsam vermeiden! Kommen Sie regelmäßig zum Biofilm-Management (Prophylaxe, Vorsorge) in unsere Praxis. Hier erfahren Sie mehr.

Moderne Parodontitis-Therapie

Chronische Parodontitis kann nicht völlig geheilt, jedoch kann der Krankheitsprozess durch eine moderne und konsequente Behandlung nahezu zum Stillstand gebracht werden. Diese teilt sich in drei Schritte auf:

Vorbehandlung
Zuerst sorgen wir für eine bessere allgemeine Mundhygiene: Bei der Vorbehandlung führen wir ein intensive professionelle Zahnreinigung durch, um den Biofilm zu entfernen und die Zahl krankmachender Keime zu reduzieren.

Taschenreinigung
Dann folgt die eigentliche Parodontaltherapie: Wir sorgen für weitestgehende Keimfreiheit und entzündungsfreie Verhältnisse. Dazu reinigen wir die Zahnhälse, die oberen Wurzelbereiche sowie die Zahnfleischtaschen von den bakteriellen Belägen. Dafür verwenden wir moderne, schonende Methoden wie z. B. Ultraschall-Scaler, Pulverstrahl sowie spezielle Handgeräte.

Nachsorge (UPT)
In der Folgezeit, nach Abschluss der durchgeführten Behandlung, beginnen wir mit der Nachsorge. Denn ohne diese unterstützende Parodontal-Therapie (UPT) wird die Parodontitis als chronische Erkrankung mit hoher Sicherheit erneut auftreten. Um den erreichten Behandlungserfolg, nämlich ein entzündungsfreies Zahnfleisch, dauerhaft zu sichern, ist eine fortdauernde, enge zahnärztliche Betreuung notwendig.

Aggressiven Keimen auf der Spur

Bei sehr hartnäckigen oder schnell voranschreitenden Krankheitsverläufen bestimmen wir die genaue Art der Keime mit mikrobiologischen Tests. Dies ermöglicht uns, die Therapie optimal abzustimmen. Bei Bedarf bekämpfen wir besonders aggressive Erreger – ergänzend zur beschriebenen Reinigung – mit speziellen antibakteriellen Wirkstoffen.

Volkskrankheit mit Folgen

Obwohl die Mundgesundheit in Deutschland langsam besser wird, ist Parodontitis nach wie vor eine Volkskrankheit: Millionen Deutsche leiden unter der Entzündung des Zahnhalteapparates. Viele kommen gar nicht oder erst sehr spät zur Behandlung in die Zahnarztpraxis. Die Folge: umfangreicher Behandlungsbedarf – und ein ernstes Gesundheits-Risiko, das den meisten nicht bewusst ist! Denn Parodontitis schadet nicht nur den Zähnen:

Die aggressiven Bakterien in den Zahnfleischtaschen gelangen über den Blutkreislauf in den Körper und können sich an anderen Stellen festsetzen – zum Beispiel an krankhaft veränderten oder verengten Gefäß-Innenwänden (bei Arteriosklerose). Dort setzen sie entzündungsfördernde Stoffe frei. Die Entzündungsreaktion fördert wiederum Krankheitsprozesse in den Blutgefäßen, Gelenken und bei führt zu Komplikationen in der Schwangerschaft.

Viele gute Gründe für eine rechtzeitige Behandlung!

Leiden auch Sie unter Blutungen, Rötungen oder Schwellungen des Zahnfleischs?

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Dr. med. dent.
Anton Ising

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